Your body is a wonderland
Ich traf mich neulich mit meinen Freundinnen zum Eis essen (dass das Treffen nicht wie geplant ablief, tut hier nichts zur Sache) um uns über den neuesten Klatsch & Tratsch auszutauschen, alles Neue im Leben der anderen zu besprechen und darüber zu diskutieren, wieviel Sport man am Abend machen würde, weil man mal wieder ein bis zwei Kilo zugenommen hatte. Und da kam sie auf – eine der Fragen, die bei einer Teenieversion von Sex and the City wohl das Hauptthema gewesen wären: Kann man seinem Partner sagen, dass es er/sie zuviel zugelegt hat?
Auch die Serie How I Met Your Mother behandelete das Thema in der Folge um das “Beziehungsbäuchlein” – und wie man es erwarten kann, spaltet das Thema meist in drei Lager: Die, die es ihrem Partner direkt sagen würden, die, die ihrem Partner subtil versuchen würden, zum Sport zu animieren, und diejenigen, die bemerken, dass ihr Partner zugenommen hat, es aber stillschweigend so hinnehmen. Was allerdings war die beste Variante, um es einem Partner z sagen?
Grundlegend können wir zusammenfassen, und dabei waren sich meine Freunde einig: Kann man es dem Partner nicht sagen, läuft etwas falsch. Oder etwa nicht? Wir sollten hierbei unterscheiden, ob es sich um zwei Kilo oder zwanzig handeln. Und, ob man mit einem eher flegmatischen Menschen zusammen ist, oder einer Sportskanone. Laut einem Zitat eines Bekannten, sollte man seinen Partner so nehmen, “wie man ihn/sie zu Beginn kennenlernte”. Aber inwieweit können sich Partner verändern, ohne, dass man bestimmt sein sollte, gegenzulenken? “Ich möchte meine Freundin sexuell aber nicht unattraktiv finden…” ist einer der Sätze männlichem Ursprungs, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Machten wir Frauen uns weniger Gedanken über die Bäuche der Männer, als die Männer über die gesamte Attraktivität der Frauen? Aber abgesehen davon: Wie bringe ich meinen Partner dazu, an seiner Figur zu arbeiten?
Der direkteste Weg einer Freundin kam zu dem Vorschlag, sich schlicht und ergrefend “schlank zu ficken” – wobei wir hoffen, dass dies nicht als Freifahrtschein zur Polygamie gemeint war. Aber mal ernsthaft – waren Pärchenabos im Fitnesscenter, oder das Doppelpaarkaufen neuer Sportschuhe der Schlüssel zum Bekämpfen des Beziehungsbäuchleins? Und egal ob wir uns damit als oberflächlig oder nicht-oberflächlig labeln; ist es nicht schön, wenn man John Mayer mit den Worten “your body is a wonderland” zitieren kann?
“Mein Partner soll mich nicht dazu bringen, dass ich mich nach seinen Wünschen verändere – ich will ich selbst bleiben.” Bei all diesen schwierigen Fragen und dem eben gebrachten Zitat von eben: Wie hart kann die Tatsache sein, dass der eigene Partner sich zu alter Form strampelt? Läuft man damit wirklich Gefahr, den Partner grundlegend ändern zu wollen, oder spricht man lediglich den Wunsch danach aus, zur körperlichen Form zurückzufinden, mit der alles begann? Wenn wir es also schaffen, wieder romantisch miteinander auszugehen, Orte zu besuchen, die die Entstehung der Beziehungsbildung beeinträchtigt haben – ist es dann falsch, darüber nachzudenken, gemeinsam Sport zu machen, um nicht nur gefühlsmäßig die Funken in einer Beziehung aufrecht zu erhalten?
Wenn man also sich selbst das Recht einräumt, jemanden aufgrund der Art zu kristisieren, wie er/sie Wäsche zusammenlegt oder aufgrund des verwendeten Parfums, war es dann so böse, dem anderen das Recht einzuräumen, den eigenen Körper zu kritisieren?
Am Ende ist es wohl vielmehr die Smybiose aus allem: Mit welcher Glasur verziere ich den Kuchen der Kritik? Wie reagiert mein Partner auf Gluten, Schokolade oder Erdbeersirup? In einer wohlfunktionierenden Beziehung sollte es also wohl nicht allzuviel Kopfzerbrechen bereiten, wie man dem Partner symbolisiert, dass man gerne mehr körperlichen Anreiz hätte, den Kuchen zu essen.
Wie ist eure Meinung zu dem Thema?
Im Begriff der Liebe!?

Merkwürdig. Als ich letzte Woche mal wieder Fernsehen schaute, erlebte ich so ein merkwürdiges Gefühl. Wir alle, oder zumindest die meisten von uns gucken fern, um sich von der Realität abzulenken. Gut, das würde ich gerne tun, wenn das nur nicht allzu abgedreht wäre. Was passiert ist? Was passiert ist? Als ich die Sendung “Doctor’s Diary” verfolgte, fühlte ich mich, als würde mir ein Spiegel vorgehalten. Mein Leben hat soviele erschreckende Parallelen zu dieser Sendung, dass man eigentlich denken müsste, ich lebe im Wunderland. Und hierbei stammt das Wort nicht von “wunderbar” sondern von… “sich wundern” … ?
Denn immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, hat man sich geirrt. Diesmal geht es um eine sehr merkwürdige Problemstellung: Männer und Gefühle. Komischerweise ist das kein Paradoxon, sondern einfach nur so schwer zu erkennen, wie ein wildflatternder Schmetterling auf einem Handykamerafoto. Ich habe da ein sehr komisches Muster entdeckt, was ich auch schon von anderen Frauen kenne: Der Körpser sendet falsche Signale… oder werden die richtigen Signale nur falsch aufgenommen? Ich glaube ja fast schon sagen zu können, dass eigentlich beides stimmt.
Eine Schwangere Bekannte berichtete mir darüber, dass besonders in der Schwangerschaft, ihr Körper merkwürdigerweise Dinge sagt, die er nicht sagen sollte. Klar, wir wissen was gemeint ist, ein herrlicher Körperduft, Pheromone en masse, strahlende rosige Haut und größere Brüste. Die der Frau signalisieren: “Freu dich, du bekommst ein Baby, du bist fantastisch!” und den Männern sagen sie: “Ich sehe extra gut aus – ich bin paarungsbereit.” Der Grund warum schwangere Frauen sexier wirken, als babyfreie. Man stelle sich diese Situation mal bildlich vor und versetze sich hinein. Man hat Appetit auf saure Gurken mit Ketchup und definitv keine Lust auf Sex. Und dann sowas. Aber anscheinend zeigt unser Körper noch mehr Fehldeutungsmuster.
Bei mir persönlich, ist es immer der Fall, dass ich scheinbar dann eine unglaubliche attraktive Aura versprühe, wenn… ich auf die Toilette muss. Jeder, aber jeder kennt das… man hat sich die Ratschläge einer Ernährungsexpertin “Trinken Sie mindestens 3 Liter am Tag blablabla…” zu Ernst genommen und bekommt nunmal einen Tunnelblick (der Verkehrsregeln und den Knigge eiskalt ausknockt) um nur noch eines zu finden: Den Ort, an dem die Schlangen länger sind, als an den Karussels im HeidePark und an denen Frauen sich öfter schlagen, um dran zu kommen, als bei einem Meet&Greet mit KarlLagerfeld. Und natürlich immer genau dann, immer, kreuzt sich der Weg mit einem Wesen das XY-Chrosomsomen Virus hat, um mir zu berichten, dass ich heute besonders gut aussähe oder ob ich nicht was trinken wolle, wie ich denn heiße,was ich gerade täte und… also können sich alle noch daran erinnern, dass sich meine Blase in diesen Momenten anfühlt, wie der Sack, den Werner im ersten “Werner – Beinhart” mit Gas füllt? Danke… wie ich in diesen Momenten auf Komplimente reagiere, will man sich nicht vorstellen. Während sich in meinem Kopf also lauter Sonderzeichen zu einem Satz in meiner eigenen Sprache zusammenfügen scheinen eben diese Wesen immer begeisterter von mir zu werden. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich meinen Traum von einer Märchenhochzeit in einer Titankiste im Pazifik versenkt habe.
Eine andere Freundin hat ein ähnliches Problem. Sie versucht die Aufmerksamkeit eines Kerls zu bekommen und auf sich zu ziehen… sie findet seine Hobbies, Interessen, Lieblingsessen , -trinken und sogar -fussballmannschaft heraus, um dann herauszufinden, dass der Prinz, für den sie durch Dornenbüsche geklettert war, doch nur ein magersüchtiger, kettenrauchender, assozialer Mistkerl ist. Und genau in dem Moment, in dem kleinen, winzig kleinen Moment, in dem sie realisiert, wie scheiße er doch ist… mekr er,… ja genau dann merkt er ein Gefühl… nein, nicht in seiner Hose… sondern in dem Ding, dass er für Jahre als prima Tiefkühltruhe verwenden hätte können… in seinem Herzen verspührt er das Gefühl… dass sie die Richtige ist. Die, die sein Leben in phänomenale Hemisphären geleiten könnte. BTW: Sie sieht das Ganze nicht so. Und spätestens jetz wissen alle… sie hat ein Problem…
Wieso also sendet der menschliche Körper permanent falsche Signale? (Wie zum Beispiel mein Magen, der ständig schreit “Esssen!!!” – aber okay, das gehört jetzt nicht hierher) Wieso gibt es kein Adminpanel für den Körper, wie für Windows? Oder warum haben wie nicht so kleine süße Emoticons über dem Kopf wie die Sims, die dem gegenüber genau ausdrücken können, was eigentlich los ist!?
