Im Bett versagt?

Funkstille. Kein Wort. Schweigen. Ausweichendes Verhalten. “Ich kann heute nicht,.. ich ähm… muss… noch wo hin!”. Ausreden. Dieses seltsame Verhalten bemerkte eine Freundin an ihrem Freund. Aber was war der Auslöser dafür?

Ein paar Flaschen Bier, ein paar Cocktails und einen wundervollen Partyabend zuvor war die Stimmung noch entspannt und ausgelassen.  Es wurde gefeiert, getanzt, getrunken und geknutscht und wie es sich für ein Paar so einsgtimmt, zieht man sich irgendwann nächtens zurück um der Zweisamkeit zu geniessen, schöne Musik auf-, und die Kleider abzulegen. Doch leider konnte der männliche Part seinen Mann nicht stehen. Das tête-à-tête wurde abgebrochen.

Was genau los war? Aufregung, zuviel Alkohol?  Frauen ist sowas meist egal. Stattdessen wird eben gekuschelt, geknutscht oder sonst irgendein Blödsinn veranstaltet, der eigentlich symbolisieren sollte, dass diese Problemchen so alltäglich sind, wie zusammengefallene Locken nach einer dreistündigen Tortur im Badezimmer. Bei Männern ist hier aber eine Grenze erreicht, die im Krieg die Niederlegung eines Waffenstillstandes zur Folge hätte. Sie ziehen sich in ein Schneckenhaus, verstummen, stoßen jegliche körperliche Nähe ab. Aus Angst “versagt” zu haben? Aus Angst die eigene Freundin nicht befriedigen zu können? Eine Antwort wäre sicherlich leichter zu finden, wenn Männer über ihre Probleme reden würden.

An diesem Punkt spaltet sich das Lager. Männer, die offen darüber reden und Männer, die garnicht reden. Erstere waren in einer Stammtischrunde mal ein wichtiges Gesprächsthema: Die Angst des Mannes, eine Frau nicht richtig befriedigen zu können. Wiedermal ein Freund hat genau durch dieses Gespräch seine Freundin kennengelernt – indem er ihr offen sagte, wovor Männer eigentlich Angst haben… warum das aber genau so ist, konnte er auch nicht wirklich begründen.

Sehen wir das mal rational: Sollte es wirklich Frauen geben, die ihren Mann verlassen, weil es ein, zwei, zwanzig Mal nicht geklappt hat? Und wenn, war sie dann wirklich die Richtige? Frauen sind für Klatsch und Tratsch bekannt – und Männer wissen, dass Frauen mit ihren Freundinnen viele Problemchen besprechen… könnte die Angst dahinterstecken, dass es bald die ganze Stadt wissen könnte?

Zugegeben, die Angst ist wirklich nicht unbegründet – es gab einen Fall an meiner alten Schule, wo genau das eintraf: selbe Situation, Mädchen erzählt es der besten Freundin und hoppla – schon wusste es die gesamte Schule. Somit war der Kerl eine Witzfigur und prädestiniert für ein weitläufiges Single-Dasein.

Und nun, nicht zuletzt durch solche Beispiel, folgt das Problem der Frauen: Wie bringe ich meinem Freund bei, dass es völlig unwichtig ist, was im Bett passiert, wenn der Rest der Beziehung wundervoll läuft? Wie sage ich ihm, ohne ihm auf den Scchlips treten zu wollen, dass er in keinerweise versagt hat, sondern, dass sowas (Klischee komm raus, Du bist umzingelt!) jedem passieren kann?

Feinfühligkeit oder Direktheit? Was erziehlt das beste Ergebnis?



1 Kommentar zu “Im Bett versagt?”

  1. Sabine sagt:

    Man sagt ja, dass Männer dann erst recht nicht die “Ach, ist doch nicht so schlimm, kann jedem passieren” Schiene hören wollen. Mir ists jetzt noch nie passiert, aber ich würde wahrscheinlich nur ganz knapp was dazu sagen und einfach ablenken, was anderes machen. Und nur, wenn er dann eben so “abblockt” beim nächsten und übernächsten Mal, ihn drauf ansprechen.